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Neckartal-Odenwald (Naturpark),
Schutzgebiet im Nordwesten Baden-Württembergs,
an der Grenze zu Bayern und Hessen
Der Naturpark
wurde 1980 gegründet und nimmt eine Fläche von
1 292 Quadratkilometern ein. Er umfasst sehr
unterschiedlich geprägte Landschaften. Der
größte Teil gehört zum südlichen Odenwald.
Daneben hat der Naturpark im Süden Anteil an den
Randbereichen des Kraichgaus und im Osten am
Bauland. Das Engtal des Neckars windet sich in
vielen Schlingen von Süden nach Norden durch das
Gelände. Im Norden grenzt der Naturpark
Bergstraße-Odenwald an, im Südwesten sind die
Städte Heidelberg und Mannheim vorgelagert.
Vegetation und
Tierwelt des Naturparks Neckartal-Odenwald
bieten verschiedene Besonderheiten. Die Stadt
Buchen hat ihren Namen von den in der Umgebung
liegenden Mischwäldern, in denen auch zahlreiche
Buchen zu finden sind. Roter und Schwarzer
Holunder, Weißdorn und Pfaffenhütchen sind in
den Strauchschichten verbreitet. Zur Fauna
gehören neben den üblichen Wildarten der
Mittelgebirge der Siebenschläfer, der
Gartenschläfer und die Haselmaus. Sie alle
gehören der Nagetierfamilie der Schläfer an.
Der höchste Berg
des Odenwalds ist der Katzenbuckel, ein
erloschener Vulkanschlot, der eine Höhe von
626 Metern erreicht. Vom vulkanischen Ursprung
zeugen zwei Aufschlüsse, an denen der Basalt zum
Vorschein kommt. Der 550 Meter hohe
Aussichtsberg Weißer Stein liegt östlich von
Dossenheim. Am Nordhang des Königstuhles
befindet sich das Naturschutzgebiet Felsenmeer,
das aus einem bis zu 300 Meter breiten Gebiet
aus Buntsandsteinblöcken besteht.
Sehenswert ist
die Eberstadter Tropfsteinhöhle, die knapp
außerhalb der östlichen Grenze des Naturparks
liegt. In der auf einer Länge von 610 Metern
zugänglichen Höhle können bizarre
Tropfsteinformationen besichtigt werden. In der
Sandgrube am Grafenrain unweit der Ortschaft
Mauer wurde 1907 der Unterkieferknochen des Homo
erectus heidelbergensis gefunden, der als
ältester Beleg für das Vorkommen von Menschen in
Europa gilt. Zu den erwähnenswerten Städten des
Naturparks gehören neben der Altstadt von
Heidelberg die Städte Weinheim und Schriesheim
am westlichen Rand des Naturparks. Weinheim, die
Stadt an der Bergstraße, hat einen sehenswerten
Schlossgarten und einen interessanten
Steinbruch, wo sich die Erdgeschichte
eindrucksvoll nachvollziehen lässt. Schriesheim,
das von der Strahlenburg überragt wird, ist
bekannt wegen der Grube Anna-Elisabeth, in der
man ab dem 15. Jahrhundert Silber abbaute. Sie
ist heute ein Besucherbergwerk. In Walldürn, im
Nordosten des Naturparks gelegen, steht die
barocke Wallfahrtskirche zum Heiligen Blut.
Erwähnenswert sind außerdem die Stadt Mosbach
mit ihren Fachwerkbauten, die Kleinstadt
Adelsheim mit dem Bauländer Heimatmuseum und die
Stauferstadt Eberbach, deren Stadtbefestigung
zum Teil noch erhalten ist.
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