Bergstraße-Odenwald
(Naturpark), rund
1 628 Quadratkilometer großes Gebiet, das den
bayerischen und den hessischen Teil des
Odenwalds umfasst.
Der 1960 ausgewiesene Naturpark
Bergstraße-Odenwald reicht von der Bergstraße im
Westen über den von zahlreichen Tälern
gegliederten Vorderen Odenwald bis zum Hinteren
Odenwald im Osten. Im Westen des Gebiets
gedeihen zahlreiche Obstbäume; darüber hinaus
wird hier auch Weinbau betrieben. An klimatisch
begünstigten Standorten wachsen Edelkastanien.
Besonders im östlichen Teil des Naturparks ist
die Tierwelt artenreich; sie umfasst neben
Hirschen und Rehen auch Iltisse, Marder und
Wiesel. Auch einzelne Exemplare des seltenen
Eisvogels finden geeigneten Lebensraum.
Gebirgstiere aus aller Welt,
darunter auch Lama und Yak, leben im
Bergtierpark Erlenbach. Eine geologische
Besonderheit ist das Felsenmeer bei Reichenbach
im westlichen Teil des Naturparks. Ein
gesteinskundlicher Lehrpfad erläutert die
Entstehung der aus Diorit aufgebauten Blöcke.
Zu den wichtigsten
Sehenswürdigkeiten gehört die um 1150 erbaute
Burg Breuberg, die in den folgenden
Jahrhunderten um viele Anbauten erweitert wurde.
Besonders prachtvoll präsentiert sich der
Rittersaal mit seiner beeindruckenden
Stuckdecke. Einem im Odenwald traditionsreichen
Handwerk widmet sich das Elfenbeinmuseum in
Erbach; es umfasst mehr als tausend kunstvoll
geschnitzte Ausstellungsstücke.