Home Die Region Gastgeber Besondere Location Essen&Trinken Immobilien im Odenwald Eintrag Bestellen Links
Diebesturm Michelstadt
 
Odenwald
Bergstraße
Neckartal
Nibelungenstraße
Siegfriedstraße
 
 
Kontakt
Impressum
Datenschutz
AGB
 
Webmaster
E-Mail
 
 
 
Nibelungenstraße, Fremdenverkehrsstraße durch den Odenwald. Die größtenteils durch Hessen verlaufende Route hat eine Gesamtlänge von 106 Kilometern. Zusammen mit der Siegfriedstraße bildet sie eine Rundreise auf den Spuren der Nibelungen. Ausgehend von der alten Stadt Worms führt sie von der Ebene des Oberrheins in den mit dichten Laubwäldern bestandenen Vorderen Odenwald. Zu den Stationen gehören das alte Städtchen Lorsch mit den eindrucksvollen Resten einer bedeutsamen Abtei aus dem 8. Jahrhundert, Bensheim und Michelsstadt, das Zentrum des Odenwaldes mit seinen imposanten historischen Bauten.

Microsoft ® Encarta ® 2006 © 1993-2005 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

Nibelungenlied, mittelhochdeutsches Heldenepos von unbekannter Autorschaft, das um 1200 im Donauraum zwischen Passau und Wien entstand. Das Nibelungenlied besteht aus mehr als 2 000 Strophen, die ihrerseits in 39 aventiuren gegliedert sind. Eine inhaltliche Zäsur findet sich bei der 19. aventiure, die die zwei aufeinander aufbauenden Teile verbindet. Die Strophe des Epos setzt sich aus vier sich paarweise reimenden Langzeilen zusammen. Die Anverse weisen vier Hebungen auf, deren letzte zumeist auf eine nebentonige Silbe fällt (Nibelungenstrophe).

Der erste Teil des Nibelungenliedes beginnt mit der formelhaften Eröffnung „Uns ist in alten maeren / wunders viel geseit”. Er erzählt vom Werben Siegfrieds um Kriemhild, die Tochter des burgundischen Königs, schildert beider Vermählung und Siegfrieds Tod durch Hagen. Gleichzeitig wird davon berichtet, wie König Gunther die gleichermaßen schöne wie starke Brünhild gewinnt und ehelicht. Der zweite Teil beschreibt Kriemhilds mit Hilfe des Hunnenkönigs Etzel (Attila) vollzogene Rache für den Tod ihres Mannes, die letztlich zum Untergang des Burgundenreiches führt. Historisch liegt dem zweiten Teil der Sieg der Hunnen über die Burgunden 436 bzw. 437 zugrunde. Auch einige Namen sind urkundlich belegt, so der eines Burgundenkönigs Gundicarius oder Gundeharius (Gunther).

Vom Nibelungenlied liegen neben 23 Fragmenten elf Handschriften vor, die allerdings ebenfalls nicht alle vollständig überliefert sind. Die drei ältesten, die Hohenems-Münchener, die Sankt Gallener und die Donaueschinger Handschrift, gehen auf die Mitte bzw. das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. Der beliebte Stoff selbst wurde bis ins 16. Jahrhundert kompiliert. 1755 machte J. H. Obereit neuerlich auf das Nibelungenlied aufmerksam. In der Folge wurde es von Johann Jakob Bodmer (1757) und – erstmals vollständig – von C. H. Myller (1782) veröffentlicht.

Das Nibelungenlied wirkte nachhaltig auf die Heldenepik der Folgezeit. So wurde mit der Figur der Kudrun Mitte des 13. Jahrhunderts eine positive Gegenfigur zur aufbrausenden Kriemhild geschaffen (Kudrun-Dichtung). Auch die Dietrichepik verweist auf das Nibelungenlied. Dramatische Bearbeitungen des Stoffes finden sich bei Hans Sachs (Tragedia, 1557), Friedrich Baron de la Motte Fouqué (Der Held des Nordens, 1808-1810), Richard Wagner (Der Ring des Nibelungen, 1853), Emanuel Geibel (Brunhild, 1857) sowie bei Friedrich Hebbel (Die Nibelungen, 1861).

Microsoft ® Encarta ® 2006 © 1993-2005 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

 
  Infos
.
  Freizeit
  Wandern
  Geo-Naturpark
  Sehenswürdigkeiten
 
   
 

     
     

© Webdesign & Digitaler Bilderservice